Webradio und Livestream

Tagestipp

Heute, 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Eine Sendung über ein totgeschwiegenes Kapitel der Wissenschaftsgeschichte, das bis heute Folgen hat. Gestaltung: Julia Amberger Der Nobelpreisträger Robert Koch galt als einer der Pioniere der Infektionsmedizin, seine Leistungen werden bis heute anerkannt - das renommierte deutsche Robert-Koch-Institut, das in Zeiten der Pandemie die gesundheitspolitische Richtung vorgibt, ist nach dem Mediziner und Mikrobiologen benannt. In den europäischen Kolonien in Afrika aber agierte Robert Koch skrupellos. Im Dienst der Kolonialökonomie zwang er zu Beginn des 20. Jahrhunderts kranke Menschen in Konzentrationslager und testete an ihnen mit brutalen Methoden Gegenmittel gegen Tropenkrankheiten aus. Auch andere renommierte Tropenmediziner experimentierten mit Medikamenten herum, bevor sie in Europa auf den Markt kamen. Den Tod von hunderten von Menschen nahmen sie billigend in Kauf. Die Folgen sind bis heute spürbar: Noch immer kursieren Geschichten von medizinischer Ausbeute in Afrika; die Skepsis gegenüber der Covid-Impfung ist in Afrika und auch unter Afroamerikanern besonders groß. Viele sind überzeugt, dass auch heute noch medizinethische Standards in Afrika verletzt werden.

Konzerttipp

Heute, 20:03 Uhr SWR2

SWR2 Abendkonzert

Abenteuer Musik - Alte Musik im SWR Balthasar-Neumann-Ensemble Leitung: Thomas Hengelbrock Alessandro Scarlatti: Concerto grosso für Streicher und Basso continuo Nr. 1 f-Moll Johann Sebastian Bach: "Tilge, Höchster, meine Sünden", Motette für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo BWV 1083 Maya Boog (Sopran) Michael Chance (Countertenor) Leonardo Leo: Konzert für Violoncello, Streicher und Basso continuo Guido Larisch (Violoncello) Francesco Durante: Magnificat B-Dur für Soli, Chor, Streicher und Basso continuo Bernhard Landauer (Altus) Hermann Oswald (Tenor) Ekkehard Abele (Bass) Balthasar-Neumann-Chor Freiburger Barockorchester Leitung: Thomas Hengelbrock Francesco Durante: Konzert für Streicher und Basso continuo Nr. 2 g-Moll (Konzert vom 10. Dezember 1998 in der Stuttgarter Liederhalle) Daniel Speer: 3 Sätze aus "Philomela angelica cantionum sacrarum", Motette für Singstimmen und Instrumentalensemble Manuel Warwitz (Tenor) Capricornus Ensemble Stuttgart Posaune und Leitung: Henning Wiegräbe (Aufnahme vom 4. Juli 2020 in der Martin-Luther-Kirche in Stuttgart Sillenbuch)

Hörspieltipp

Heute, 18:00 Uhr Radio Blau

jung & blau

Hörspiele der Karl-Heine-Schule // KLasse 6_6 Wiederholung aus dem März 2020

Featuretipp

Heute, 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Maria Leopoldine Die unkonventionelle Kurfürstin Bayern und Napoleon Der große Schritt nach vorne Das Kalenderblatt 25.1.1759 Burns Supper in Schottland Von Justina Schreiber Maria Leopoldine - die unkonventionelle Kurfürstin Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber Sie wurde als 18jährige mit einem 71jährigen verheiratet: Bayerns greiser Kurfürst Karl Theodor erhoffte sich, dass der 1795 geschlossenen Ehe mit der jungen Habsburgerprinzessin Maria Leopoldine doch noch der lang ersehnte Thronfolger entspringen würde. Doch die junge Ehefrau zeigte sich widerspenstig, die Nachkommen blieben aus. So kam nach dem Tod Karl Theodors die Wittelsbacher Nebenlinie Pfalz-Zweibrücken zum Zug, für die sich Maria Leopoldine bereits seit ihrer Eheschließung engagiert hatte. Die neue Kurfürsten- und spätere Königsfamilie hat ihr das lebenslang gedankt. Dabei wurde die Toleranz von Max Joseph I. und seiner Familie immer wieder durch das ungewöhnliche Verhalten der verwitweten Kurfürstin hart auf die Probe gestellt. Das "Enfant Terrible" des bayerischen Königshauses sprengte alle Normen, die zu jener Zeit für Frauen und insbesondere für weibliche Angehörige des Hochadels galten. Sie führte offen ein ausschweifendes Liebesleben, erwarb mit grandiosem Geschäftssinn ein Vermögen, das sie zur reichsten Frau des Landes machte und war eine geschätzte politische Beraterin, deren Stimme großes Gewicht besaß. Kurzum: Maria Leopoldine war die wohl unabhängigste und emanzipierteste Frau Bayerns im 19. Jahrhunderts Bayern und Napoleon - der große Schritt nach vorne Autor: Michael Zametzer / Regie: Axel Wostry Die Lage ist brenzlig, und der Kurfürst alles andere als krisenfest: 1805 - Napoleon ist auf dem Höhepunkt seiner Macht - wird klar, dass Bayern nicht neutral bleiben kann. Von französischen wie österreichischen Truppen gleichermaßen bedrängt, muss eine Entscheidung getroffen werden. Und so wird die Zukunft Bayerns in einer Villa in Bogenhausen bei München entschieden. Unter dramatischen Umständen kommt dort ein Geheimvertrag zustande: Das Kurfürstentum schlägt sich auf die Seite Napoleons und wird Königreich - Franken und Schwaben inklusive. Den Preis für diesen Coup müssen sieben Jahre später die bayerischen Soldaten zahlen, die unter französischer Flagge in Russland kämpfen. Und trotzdem legt das Bündnis mit Napoleon die Grundlage für das Moderne Bayern. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz

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SWR 2

Charles Dickens: Lebensgeschichte und gesammelte Erfahrungen David Copperfields des Jüngeren (5/5)

Im fünften Teil des Lieblingsromans von Charles Dickens verliert David Copperfield seine Freunde und begibt sich auf die Reise.

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