Tagestipps

Donnerstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Einsamkeit Volkskrankheit oder Modediagnose Von Sabine Straßer Nicht nur in Deutschland leben immer mehr Menschen in Einzelhaushalten und in der Anonymität großer Städte. Familie und Ehe haben an Bindungskraft verloren, gleichzeitig werden die Menschen immer älter. Ärzte, Psychologen und Politiker machen deshalb schon seit einigen Jahren auf einen Trend zur Vereinsamung aufmerksam. Großbritannien hat im vergangenen Jahr sogar ein Ministerium für Einsamkeit ins Leben gerufen. Denn Forschungen der letzten Jahre haben belegt: Das Einsamkeitsgefühl äußert sich wie eine Art Schmerz im Gehirn. Ein gefährliches Stressempfinden, das Krankheiten befördert und auf diese Weise sogar tödlich wirken kann. Aber woraus entsteht Einsamkeit? Aus einem realen Mangel an sozialen Beziehungen? Oder aus dem persönlichen Gefühl heraus, nirgends dazu zu gehören? Wissenschaft und Philosophie nähern sich dem Phänomen der Einsamkeit auf unterschiedliche Weise. Denn Alleinsein kann durchaus auch positive Wirkung entfalten - wenn es selbst gewählt ist. Redaktion: Iska Schreglmann

Donnerstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Margarete Wohlan Corona in Russland Putin delegiert, Sobjanin handelt Von Christina Nagel und Martha Wilczynski Russland hat nach den USA und Brasilien immer noch die weltweit höchsten Infektionszahlen. Corona-Hotspot ist dabei Russlands Hauptstadtregion. Dank Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden deshalb hier auch sehr früh sehr strenge Selbstisolationsregeln aufgelegt. Innerhalb weniger Stunden wurde die sonst so laute, stau-geplagte und quirlige Stadt seltsam still. Die Bevölkerung blieb zuhause, es gab keine Extra-Touren ohne städtische Erlaubnis. Putin deklariert das als "arbeitsfreie Zeit bei vollem Lohnausgleich", die Löhne zahlt also nicht der Staat, sondern der Arbeitgeber. Außerdem delegiert er: nicht nur die Aufgaben, sondern auch die Verantwortung. Bis heute ist Moskau im Krisenmodus. Und wird es wohl auch noch eine Zeit lang bleiben. Was heißt das für die Menschen, die hier leben und arbeiten? Und was für den Mann, der die Krise auf bemerkenswert offene, ehrliche Art und Weise managt: Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin?

Donnerstag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit The Kooks (1/2) Schon mit ihrem Debütalbum "Inside In/Inside Out" hat sich die Indie-Band aus Brighton eine große Fanschaft erspielt. Seitdem haben sie einige weitere Alben veröffentlicht und sind gern gesehene Gäste bei diversen Festivals. Wir haben für Sie einen Mitschnitt aus dem Moth Club in London: Am 5. September 2018 gab die Band dort ein Konzert.

Donnerstag 21:00 Uhr Ö1

Im Gespräch

"Südseeträume und Südseewirklichkeiten" - Der Ethnologe, Historiker, Kulturanthropologe und Sammler Hermann Mückler im Gespräch mit Andreas Obrecht Südpazifik, Ozeanien, Australien, Neuseeland und die Osterinsel stehen im Mittelpunkt seines Interesses. Schon während seiner Dissertation hat er mehr als zwei Jahre feldforschend auf den Fidschi-Inseln zugebracht. Der Sozial- und Kulturanthropologe Hermann Mückler, Jahrgang 1964, hat viele Forschungsthemen: Kolonialismus, Seefahrt, Abenteuertum, Missionierung, Landnahme und deren Auswirkungen auf native Kulturen, soziale Entwicklungen und auch die geopolitische Bedeutung seiner Forschungsregionen nach der Entkolonialisierung werden in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen und Büchern anschaulich dargestellt und reflektiert. So hat er auch für die renommierte "Neue Fischer Weltgeschichte" den demnächst erscheinenden Band 15 über Australien, Ozeanien und Neuseeland verfasst. Hermann Mückler ist kein weltabgewandter Gelehrter, sondern ein umtriebiger Zeitgenosse, der sich in vielerlei Funktionen für den lebendigen Austausch zwischen den Kulturen engagiert. Und er ist begeisterter Sammler von populärkulturellen Darstellungen zur "Südsee" - Sammelbilder, Poster, Fotos, Kinoprogramme, Postkarten, Ephemera -, von alten Karten und Stichen und von derzeit rund 5.500 Büchern in seiner privaten Südsee-Bibliothek, die für ihn Genuss und Forschungsgegenstand zugleich ist.

Donnerstag 21:04 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

mit Peter Rixen Ska - Jamaikas globaler Groove Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre wollten die Jamaikaner ihrem Bestreben nach Unabhängigkeit auch musikalisch Ausdruck verleihen. Aus traditionellem jamaikanischem Mento, Jazz und Blues formten sie den Ska, einen offbeatbetonten Party-Groove. Heute steht nicht nur der Ska von jamaikanischen Veteranen wie den Skatalites wieder hoch im Kurs. Auch Mischlinge wie kubanischer Ska, Jazz-Ska aus New York, Tokyo und St. Petersburg oder gar Gipsy- und Klezmer-Ska haben den jamaikanischen Groove globalisiert.

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Schwerpunkt: Ich kann so nicht arbeiten! Screener Von Lucas Derycke Regie: der Autor Übersetzung: Angela Kuhk Mit: Andreas Helgi, Moritz Führmann, Vanessa Loibl, Thomas Bading, Benjamin Höppner, Daniel Wiemer, Daniel Breitfelder, Edda Fischer, Rabea Wyrwich, Nina Lentföhr Komposition: Jonathan Dhuyvetters, Niels Latomme Ton: Benno Müller vom Hofe Produktion: WDR 2016 Länge: 43"47 Auf der Suche nach einem kurzfristigen Job meldet sich Felix für eine Stelle als Content Reviewer. Von da an filtert er Tag für Tag explizite Videos aus dem Internet. Doch bald droht das Gesehene ihn einzuholen. Täglich werden Massen von Videos im Internet bereitgestellt - Tutorials, Tiervideos, Failvideos. Für ein großes Unternehmen kontrolliert Felix die Videoinhalte, die online gehen. Neben Alltäglichem ist auch Unangemessenes oder illegales Material dabei. Er schaut zu und sortiert aus, im sicheren Glauben, die Distanz zu wahren. Doch die Bilder bleiben nicht ohne Wirkung. Sie hallen nach und brechen in private Momente ein. Was geschieht mit der Bilderflut in seinem Kopf? Ausgezeichnet mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 2017. Lukas Derycke, 1990 geboren, ist ein belgischer Radio- und Theatermacher. Er arbeitet für das belgische, niederländische und deutsche öffentlich-rechtliche Radio. 2018 war Lucas Teil von Het Nieuwstedelijk, dem belgischen Stadttheater von Genk, Hasselt und Leuven. In dieser Zeit produzierte er "Esperanto" (WDR 2018). Zurzeit tourt er mit dem Theaterstück "Hangar" und arbeitet an einem neuen Stück namens "Wild". Das Stück "Screener" wurde 2017 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Screener

Donnerstag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Krimi

Die Totdenkerin Von Fran Dorf Wenn Gedanken töten können Übersetzung aus dem Amerikanischen: Leon Mengden Bearbeitung: Birgit Gottschalk Dr. David Goldmann: Matthias Haase Laura Wade: Anna-Barbara Kurek Detective Culligan: Thomas Anzenhofer Zach Wade: Siemen Rühaak Lilly Dunleavy: Veronika Nickel Eric Jones: Oliver Bedorf Samuel Gardner: Wolff Lindner Marla Gardner: Magda Hennings Dr. Kassand: Walter Spiske Nachbarin: Christiane Sturm Sammy Wade: Jonathan Ruschke Regie: Thomas Werner

Donnerstag 23:03 Uhr Ö1

Zeit-Ton

Zum 75. Geburtstag von Anthony Braxton Heute feiert der Chicagoer Saxophonist Anthony Braxton seinen 75. Geburtstag. Nach seinem Klarinettenstudium ging er zum Militär - für Braxton Quelle seiner musikalischen Laufbahn, denn der junge Musiker entdeckte in dieser Zeit im dortigen Archiv unter anderem Schallplatten mit zeitgenössischer komponierter Musik. Musik von Schönberg, Webern und anderen, Musik, die ihm bislang völlig fremd gewesen war und die ihn faszinierte. Zurück in Chicago, schloss er sich der AACM an. Die Association for the Advancement of Creative Musicians ist eine Organisation, deren Mitglieder sich 1965 zusammengefunden hatten, um afroamerikanische kreative zeitgenössische Musikformen weiter zu entwickeln. Anthony Braxton kombinierte die afroamerikanischen Jazz- und FreeJazz-Traditionen mit Kompositionstechniken der zeitgenössischen komponierten Kunstmusik. Er sog die Musik Karlheinz Stockhausens, Iannis Xennakis, Edgar Varèse und anderer förmlich in sich auf. So wundert es nicht, dass Strukturen, Regelwerke und spezielle graphische Notationen seine Musik prägen. Komplexe Regelwerke und Freiheitsgrade sind paradoxe Stichworte, die zentral für seine unzähligen Kompositionen sind. Der heutige Zeit-Ton gibt einen akustischen Einblick in Anthony Braxtons musikalische Klangwelten, - angefangen von seiner ersten Soloaufnahme aus dem Jahr 1968 bis hin zu Ausschnitten seiner Geburtstagskonzerte, die er u.a. zu Beginn des Jahres im Schlachthof in Wels gegeben hatte. Gestaltung: Nina Polaschegg

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