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Montag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Der Anfang der CSU Richtungskämpfe und Lehrjahre Alfons Goppel Ein Konservativer modernisiert Bayern Das Kalenderblatt 5.12.1927 Richard Strauss verunglückt mit dem Zug Von Markus Vanhoefer . Der Anfang der CSU - Richtungskämpfe und Lehrjahre Autor: Thomas Grasberger / Regie: Sabine Kienhöfer Die Geschichte der CSU ist eine Erfolgsgeschichte. Schon bei der ersten Landtagswahl 1946 errang die Partei die absolute Mehrheit. Und doch verliefen die ersten Jahre nach der Neugründung 1945/46 äußerst holprig. Erbitterte Richtungskämpfe und vehemente persönliche Fehden führten die junge Partei immer wieder an den Rand des politischen Abgrunds. Zwischen den verschiedenen Parteiflügeln herrschten starke Spannungen. Auf der einen Seite stand der betont konservativ-katholische Flügel um Alois Hundhammer, der an die Tradition der Bayerischen Volkspartei anknüpfen wollte. Auf der anderen Seite wollte der Oberfranke Josef Müller eine neue, interkonfessionelle Massenpartei aufbauen. Erstsendung 12. Oktober 2020 Alfons Goppel - ein Konservativer modernisiert Bayern Autor: Hans Hinterberger / Regie: Kirsten Böttcher Ein einfacher Bäckerssohn, als selbstständiger Rechtsanwalt kläglich gescheitert, ungezählte erfolglose Bewerbungen und verlorene Wahlen - über lange Zeit deutet nichts, wirklich gar nichts darauf hin, dass irgendjemand diesen Alfons Goppel einmal als Ministerpräsident von Bayern würde haben wollen. Eine Zeit lang scheint es sogar deutlich wahrscheinlicher, dass er nach Niedersachsen ziehen würde. Es braucht viele Zufälle, bis es doch anders kommt. Goppel wird Ministerpräsident und prägt das Amt wie kaum ein anderer zuvor. Von 1962-1978, 16 Jahre lang, steht der CSU-Politiker an der Spitze Bayerns. Das ist bis heute ebenso Rekord, wie die Wahlergebnisse, die die CSU mit ihm erringt. Unter dem konservativ geprägten Katholiken Goppel gelingt, was später vor allem einem gewissen Franz Josef Strauß zugeschrieben wird: Der Freistaat schafft den großen Sprung nach vorne, den Aufbruch zum führenden Industrie- und Technologiestandort. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Katar Reichtum zwischen West und Ost Die Ölkrise der 1970er Rückblick auf eine folgenreiche Zeit Das Kalenderblatt 5.12.1927 Richard Strauss verunglückt mit dem Zug Von Markus Vanhoefer . Katar - Reichtum zwischen West und Ost Autorin: Bettina Weiz / Regie: Kirsten Böttcher Die Ölkrise der 1970er - Rückblick auf eine folgenreiche Zeit Autor: Christian Schaaf / Regie: Sabine Kienhöfer Der Schock war groß im Oktober 1973: Erdöl und Benzin waren mit einem Mal nahezu doppelt so teuer wie noch kurz zuvor. Der Grund: Im Nahen Osten war zum jüdischen Feiertag Jom Kippur ein Krieg ausgebrochen. Mehrere Opec-Staaten beschlossen daraufhin, ihr Öl als Waffe einzusetzen und die USA und deren westliche Verbündete nicht mehr mit Erdöl zu beliefern. Ein Entschluss mit drastischen Folgen. Ein Barrel Rohöl kostete statt bisher drei auf einmal fünf Dollar. Aber das war nicht die einzige Konsequenz: Ab 1974 trat in Westdeutschland zum ersten Massenarbeitslosigkeit auf . Gleichzeitig kam das Wirtschaftswachstum fast zum Erliegen. Um sich nicht finanziell zu ruinieren und ein Stück Unabhängigkeit zu bewahren, reagierten die europäischen Länder mit Energiesparmaßnahmen. Sie begannen, die einheimischen Ölquellen zu fordern und nach weiteren Energiequellen zu fahnden. Und man entschied sich trotz heftigem Widerstand aus der Bevölkerung für die Förderung der Kernenergie. Erstsendung 11. April 2014 Moderation: Thies Marsen Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Zwischen Youtube-Videos und der Suche nach Steckdosen Digitale Teilhabe von Obdachlosen Von Vera Klocke und Julian Farny Francesco, ein 62-jähriger, obdachloser Mann, sammelt Pfandflaschen, um sich mit dem Geld Guthaben für sein Handy zu kaufen. Am liebsten schaut er die Videos der "Tagesschau" in der App - und das bis zu dreizehnmal am Tag. Cristian, ein ebenfalls obdachloser 35-jähriger Mann, sitzt auf einem Stein vor der Berliner Gedächtniskirche und loggt sich in das freie WLAN "godspot" ein. Das beste WLAN im Umfeld habe allerdings das BIKINI-Berlin, sagt er: ein Einkaufzentrum auf der anderen Straßenseite, direkt gegenüber. Während die Digitalisierung weiter voranschreitet, ist es gerade für marginalisierte Gruppen oft schwierig, "connected" zu sein und zu bleiben. Im Gespräch mit obdachlosen Personen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Vertreterinnen und Vertretern sozialer Einrichtungen zeichnet dieses Feature nach, wie hoch die Barrieren für eine digitale Teilhabe sind und warum es insbesonders für obdachlose Personen wichtig ist, Zugang zu digitalen Medien zu haben.

Sonntag Dienstag