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Radiokolleg - Alltag in der Steinzeit

Bhagavad GitaSo lebten die frühen Menschen - Nahrung, Technik, Kultur, Sex, Religion (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Vor 300.000 Jahren entwickelte sich in den Weiten Afrikas der moderne Mensch. Seither haben etwa 15.000 Generationen die kulturelle Evolution des Menschen vorangetrieben. Der Homo Sapiens schuf die Bibel und die Bhagavad Gita, die Shakespearschen Dramen und die Bachschen Orchesterwerke, den "Faust", den "Zauberberg" und die Revolutionen der Zwölftonmusik und des Bebop. Auch auf technologischem und wissenschaftlichem Gebiet legte die Menschheit in den letzten Jahrhunderttausenden eine stürmische Entwicklung zurück - von der Entwicklung des Faustkeils über die pythagoräische Mathematik bis hin zur Quantentheorie. Wie aber lebten unsere frühen Vorfahren in der Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit? Wie waren die archaischen "Jäger-und-Sammler"-Gesellschaften organisiert, die sich ab etwa 50.000 v. Chr. langsam über den ganzen Erdball ausbreiteten? Wie groß waren die Gruppen, in denen unsere Ahnen zusammenlebten? Wovon ernährten sie sich? Lebten sie monogam? Führten sie Krieg gegeneinander? Wie gestalteten sich ihre religiösen Vorstellungen? Und welche Veränderungen brachte die Erfindung der Landwirtschaft mit sich, die vor zehn- bis zwölftausend Jahren, vom Vorderen Orient ausgehend, eine völlig andere Art des Zusammenlebens etablierte? Die moderne Forschung bemüht sich um Antworten auf all diese Fragen - mit den Mitteln der DNA-Analyse und anderen avancierten Methoden. Auch wenn vieles Spekulation bleiben muss in der Erforschung der Ur- und Frühgeschichte, eines ist sicher: Die Menschen der Steinzeit waren uns in vielem ähnlicher als manche heute glauben.
Donnerstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

SparenGeschichte des Sparens Die Hoffnung auf der hohen Kante John Maynard Keynes Ökonom der Krise Das Kalenderblatt 24.10.1931 Al Capone wird wegen Steuerhinterziehung verurteilt Geschichte des Sparens - Die Hoffnung auf der hohen Kante Autorin: Maike Brzoska / Regie: Sabine Kienhöfer Sparsam sein gilt gerade hierzulande als Tugend. Wer regelmäßig kleine Geldbeträge zur Seite legt, kann sich irgendwann etwas Großes leisten. Oder hat eine Reserve für schlechte Zeiten. Schon kleine Kinder lernen das mit ihrem ersten Sparschwein. Und auch die große Politik hält an diesem Leitbild fest. Angela Merkel etwa, als sie in der Eurokrise die Schwäbische Hausfrau als Vorbild nannte. Dabei kann Sparen für eine Volkswirtschaft sehr schädlich sein, zum Beispiel, wenn Investitionen ausbleiben. Dass Sparen hierzulande so positiv gesehen wird, hat eine lange Tradition. Bereits seit dem 18. Jahrhundert gibt es Sparkassen. Die sollten anfangs vor allen den "kleinen Leuten", etwa Handwerkern und Mägden, die Möglichkeit geben, Geld beiseite zu legen. Ein Nebeneffekt, der für einige willkommen war: Wer etwas zu verlieren hat, revolutioniert. Denn damals machten sozialistische Ideen die Runde. Das staatlich flankierte Sparen zieht sich durch die Epochen. Während des Nationalsozialismus hieß es: fünf Mark die Woche musst du sparen, willst du im eigenen Wagen fahren. Nach dem Krieg zahlten die Deutschen in Prämien- und Bausparverträge ein. Und auch heute noch gibt es mit Riester und Rürup staatlich gefördertes Sparen. John Maynard Keynes - Ökonom der Krise Autor: Carsten Lenz / Regie: Sabine Kienhöfer Kaum ein Ökonom hat die Wirtschaftspolitik so stark beeinflusst wie John Maynard Keynes. Seine Theorie der Volkswirtschaft hat der umtriebige englische Ökonom aus der Erfahrung mit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre entwickelt. Umgesetzt wurden seine Ideen allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber dann waren es zahlreiche Staaten, die seine Konzepte für plausibel hielten - erst später meldeten sich vermehrt scharfe Kritiker des keynesianischen Denkens und wiesen auf die Schwachstellen seiner Theorie hin. Keynes lieferte eine Erklärung für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in der Weltwirtschaftskrise und forderte, dass der Staat in die ökonomischen Zusammenhänge eingreifen sollte, um der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen. Die Ökonomie war nur ein Bereich, in dem John Maynard Keynes den damals gewohnten Theorien widersprach. Auch im Privaten war der experimentierfreudige Engländer aufgeschlossen für neue Erfahrungen. Moderation: Thies Marsen Redaktion: Nicole Ruchlak
Donnerstag 09:05 Uhr

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Radiokolleg - Die Wiener Werkstätte

Koloman MoserGeschichte einer Kunst- und Designbewegung (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz Die "Wiener Werkstätte" (WW) entstand 1903 auf Initiative des Architekten Josef Hoffmann, dem Maler und Designer Koloman Moser und dem Textilfabrikanten und Mäzen Fritz Waerndorfer. Ziel war es nach englischem Vorbild der Arts Crafts Bewegung der industriellen Massenproduktion und dem erstarrten Historismus mit zeitgenössischen, kunsthandwerklichen Qualitätsprodukten entgegenzuwirken. Die künstlerische Bewegung, die eng mit der Wr. Sezession und der Kunstgewerbeschule zusammenarbeitete, stand für eine revolutionäre Neuinterpretation des Kunstgewerbes und die Abkehr der industriellen Nachahmung vergangener Stile. In ihrer zeitgenössischen Formensprache mit Hang zu Dekoration und Sinnlichkeit, verfolgte die WW auf konsequente Weise die ästhetische Durchdringung in sämtliche Lebens- und Alltagsbereiche. Mit Josef Hoffmann, Koloman Moser, Carl Otto Czeschka, Otto Prutscher und Dagobert Peche als kreative Designer, wurde die WW in ihrer Blütezeit mit Verkaufsstellen in Berlin, Karlsbad, Köln, Marienbad, New York, Wien und Zürich zur internationalen Marke mit eigenständigem "wienerischen" Stil. Dennoch gelang es der WW nicht, sich den internationalen Markverhältnissen anzupassen und der Depression der Weltwirtschaftskrise zu entgehen. 1932 kommt es zum Bankrott der WW, das gesamte Warenlager wird versteigert und beim Handelsgericht Wien die Liquidation der WW angezeigt.
Donnerstag 09:30 Uhr

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Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Ernst Molden, Herbert Pixner, EsRAP, Leyya (4). Gestaltung: Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Al Bird Sputnik, Astrid Schwarz Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von Ambros bis Yung Hurn, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Leyya- Regenbogen am Pophimmel* Mit ihrer Single "Superego" und dem darauffolgenden Debutalbum "Spanish Disco" avancierte das oberösterreichische Duo Leyya 2015 in kürzester Zeit zu einem österreichischen Geheimtipp. Mit ihrem düster- elektronischen Sound ließ auch internationale Aufmerksamkeit nicht lange auf sich warten. Sophie Lindinger und Marco Kleebauer spielten bald auf renommierten Festivals wie Iceland Airwaves, Reeperbahn in Hamburg oder Eurosonic in Groningen in den Niederlanden. Es folgten 2 Amadeus Awards- 2017 und 2018 dazu kam ein UK Music Video Award für die besten Newcomer. 2018 erschien ihr zweites Album "Sauna" mit dem sie sich ein neues musikalisches Gewand zulegten und verträumten Synthiepop mit einprägsamen Beats spielten. Sophie Lindingers melancholische Stimme legt sich mit Leichtigkeit über die Songs, für deren Text sie allein verantwortlich ist. Marco Kleebauer, der sich auch für die Produktion von Bilderbuch zuständig zeichnet, übernimmt das finale Mastering. Alles andere entsteht in der Kollaboration, alles ist selbstgemacht. Der Klang von Leyya sollte unverkennbar werden, gefühlvoll und doch gerade heraus - so der Wunsch des Duos. Eine ständige Weiterentwicklung, die sich höchstwahrscheinlich auch auf den nächsten Alben manifestieren wird.
Donnerstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

TierschutzgesetzDas Tierschutzgesetz Leitfaden zum Wohl der Tiere? Fische Die unterschätzten Lebewesen Das Kalenderblatt 24.10.1931 Al Capone wird wegen Steuerhinterziehung verurteilt Von Julia Zöller Das Tierschutzgesetz - Leitfaden zum Wohl der Tiere? Autorin: Renate Eichmeier / Regie: Kirsten Böttcher Schweine eingepfercht in Transportern, Rinder zu Tausenden aneinandergedrängt in Mastbetrieben ... Noch nie in der Geschichte hatte der Mensch so viel Macht über Tiere wie heute. Tiere werden zu Waren in der industriellen Massenproduktion gemacht und dienen als Versuchsobjekte in wissenschaftlichen Laboren. Das bestehende Tierschutzgesetz gibt zwar Richtlinien wie "verhaltensgerechte Unterbringung" vor, sagt aber auch: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Und vernünftige Gründe finden sich schnell - etwa wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit oder wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn. Gesellschaftlicher Protest dagegen formiert sich in der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung, deren Anfänge im frühen 19. Jahrhundert liegen. Gesetzliche Regelungen stellten und stellen nicht das Recht der Menschen in Frage, Tiere zu nutzen, sondern wollen das dadurch verursachte Leiden mindern. Kritik an dieser Haltung gegenüber Tieren gewinnt zunehmend an Einfluss: Erkenntnisse von Verhaltensbiologen zeigen Tiere als eigenständige Subjekte, die Frage nach Tierrechten wird auf breiter Basis diskutiert, die Bereitschaft wächst, weniger Fleisch zu konsumieren. Fische - Die unterschätzten Lebewesen Autor: Marko Pauli / Regie: Frank Halbach Fische sind dumm, stumm und fühlen weder Schmerz noch sonst irgendetwas, so die allgemein verbreiteten Stereotype. Der Verhaltensbiologe Jonathan Balcombe hat in seinem US-Bestseller "What a Fish Knows" wissenschaftliche Erkenntnisse zu Fischen gesammelt, die das Gegenteil beweisen. Er erzählt in radioWissen davon, dass Fische denken können, sich ihrer selbst bewusst sind und sehr wohl Schmerz, aber auch Freude empfinden. Fische, so Balcombe, sind unterschätzt und haben viel mehr Respekt verdient. Jeder Fisch ist ein einzigartiges Individuum mit einer eigenen Biographie und nicht bloß Teil von so und so vielen Tonnen Bestand. Einer, der einige Beiträge zu Balcombes Buch geleistet hat, ist der Regensburger Biologe Bernd Kramer, er berichtet von den erstaunlichen Kommunikationsfähigkeiten einiger Fische. Die Tierethik beschäftigt sich mit dem menschlichen Umgang mit Tieren, wie ist dort der Stand der Fische, wie kommt es, dass wir unsere "Unterwasser-Cousins" so sehen, wie wir sie sehen? Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Bernhard Kastner
Donnerstag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Die genetische Vermessung der Gesellschaft Über den Aufstieg privater Genom-Datenbanken Von Saskia Gerhard Hinter dem Angebot privater Gensequenzierung stecken ausgeklügelte Geschäftsmodelle.
Donnerstag 19:30 Uhr

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Radiokolleg

Herbert PixnerAlltag in der Steinzeit. So lebten die frühen Menschen - Nahrung, Technik, Kultur, Sex, Religion (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Die Wiener Werkstätte. Geschichte einer Kunst- und Designbewegung (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz Lexikon der österreichischen Popmusik. Ernst Molden, Herbert Pixner, EsRAP, Leyya (4). Gestaltung: Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Al Bird Sputnik, Astrid Schwarz
Donnerstag 22:08 Uhr

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